Wir Werber surfen ja gerne ganz oben auf der Trendwelle, auch wenn die Metapher verdammt schief ist. Und unser Mediafritze ist dabei noch am trendigsten. Neuer iPod. Gekauft. Coole Karre. Gekauft. Neues Zeitgeistmagazin. Abonniert. Gadgets. Sonstige Technik. Mode. Sprüche. Er hat wirklich alles drauf – wie man das halt so von einem durchschnittlichen Mediafritzen erwartet. Fragt mich nur nicht, wie er das schafft.
Heute morgen in der Kaffeeküche hat er sich öffentlich toternste Gedanken gemacht. Wirklich. Über das Sterben. Bzw. eher darüber, was danach kommt. Nein, es wurde nicht metaphysisch, sondern sehr praktisch. Neulich, sagte er, also neulich habe er sich über seine Bestattung Gedanken gemacht.
Drei offene Münder, eine Kaffeetasse klirrte auf dem gehaltenen Unterteller.
Ja, vor einigen Jahren sei ja alles noch klar gewesen. Nur eine klassische Bestattung sei für ihn in Frage gekommen. Ob Erde oder Urne, das habe von seiner Tagesform abgehangen. Doch am Wochenende seien ihm die Ergebnisse einer Umfrage vor Augen gekommen. Und jetzt wisse er nicht mehr, ob er sich jetzt auf See bestatten lassen, unter Bäumen außerhalb eines Friedhofs beigesetzt werden, in einer Urnenwand endgelagert, seine Asche verstreut lassen oder zum Diamanten gepresst werden möchte. Was wir denn dazu meinen würden?
zu einen Diamanten gepresst? Ähm, ich wusste nicht, dass wir aus Kohle bestehen. Aber eine coole Idee ist es allemal:
“Liebe Enkelin, ich vererbe Dir diesen Ring – das da… ist Dein Opa.”
Hängt ihn höher
Der soll mal noch warten. Gibt bestimmt bald was bei myspace. Funeral 2.0 halt.
Haaaa, das is natürlich was anderes dann…weg mit dem Strick, auf der Stelle
Lasst ihn leben, zumindest eine Weile noch
“Wo liegt denn Opa begraben?”
“Auf Second Life.”
Und was kostet ein Begräbnis dort?
@leonope:
Bei meinem Kommentar wollte ich eher auf den metaphysischen Aspekt hinaus. Mit Hilfe von ein paar kärglichen Programmierfähigkeiten nach dem Tode ein zweites Leben führen. Da freuen sich die Pfarrer schon auf die Argumentation.