Fickt euch asap ins Knie

Heute platzt der Kragen. Was ich meinen Lieblings-Kontaktern immer schon mal sagen wollte und wovon mich mein Höflichkeit bisher mit Schergengewalt abgehalten hat:

„Ich spüre Euch schon lange, bevor Ihr die Klinke berührt. Mit wachsweichen Pfoten lauft Ihr über Parkett und Teppich, jeder Tapser ein glitschiges Geräusch und vor Euch treibt Ihr eine Duftwelle von zu lange abgehangenem Schleim aus den Schlammwüsten von Mordor. Dann öffnet sich die Tür langsamer als die Sargdeckel internatsgestählter Zombies.

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Seitenwechsel

Jede Medaille hat zwei Seiten. Eine wenig originelle Feststellung, die auch auf Kundenkarten zutrifft. Mit Notfall- und Kundennummern dicken sie mittlerweile zu Dutzenden unsere Geldbörsen und erschweren die Orientierung in Damenhandtaschen. Natürlich müssen diese Kundenkarten auch gestaltet und im Idealfall imageförderlich betextet werde. Kein Problem, könnte man grundsätzlich meinen – ein wenig Logo dort, ein bisschen Claim hier und rückseitig die Personalisierung vulgo die Kundendaten.

Denkste! Denn die Kundenkarte hat – siehe oben – zwei Seiten, vorn und hinten. Im Bewusstsein der Kunden bedeutete das eine klare Hierarchisierung. Das Wichtigere sollte auf die Vorder-, das nicht so Wichtige auf die Rückseite. Doch was ist wichtiger, die Selbstdarstellung des Unternehmens oder die personalisierten Daten wie Kundenname und -nummer? Ein zweistündiges Streitgespräch entbrannte, in dem sämtliche dem gemeinen Marketingleiter bekannten Marketingtheorien durchgehechelt wurden. Ergebnis: Remì. Also was tun, eine Entscheidung musste getroffen werden.

Die Lösung war ganz einfach. Vorder- und Rückseite wurden umbenannt in „die eine“ und „die andere“ Seite. Damit war der Hierarchisierung ein Schnippchen geschlagen und die Repräsentanten des Unternehmens waren glücklich.