Wir haben einen Scheißjob

Das Leben ist doch gar nicht so übel. Immer wenn man meint, es könnte nicht schlimmer kommen, erfährt man, dass es anderen noch schlechter geht. Heute hat die Produktion den Schwarzen Peter gezogen. Und ich glaube fast, der bleibt an den Mitwirkenden kleben. Aber von Anfang an …

Wie alle Chefs der Welt ist auch der unsere auf die wichtigten Tageszeitungen abonniert. Die Welt hat gestern einen Artikel veröffentlicht, auf den er sofort angesprungen ist. Ein, zwei, drei Studierende haben eine Studie durchgeführt:

In einem Krankenhaus haben sie das Toilettenpapier mit Hygienehinweisen bedruckt – vulgo „Wasch Dir die Hände, nachdem Du pissen und kacken warst“. Das half. Die Hygiene in entsprechenden Krankenhäusern stieg.

Ja, da könnte man doch, dachte der Chef. Und jetzt muss die Produktion. Sich Gedanken machen. Bei welcher Premiummarke im Toilettenpapierbereich könnten wir uns jetzt die Agenturtoiletten-Toilettenpapierrollen bedrucken lassen. Mit Motivationssprüchen. Damit die Arbeit leichter von der Hand ginge.

Wenn ich so recht darüber nachdenke, trifft es nicht nur die Produktion schlimm. Der Text darf sich die Sprüche ausdenken – „Immer saubere Arbeit abliefern, das macht den Kunden glücklich“. Und die Grafik darf Klopapier gestalten. Das ist ja gleich was für die Mappe.

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